Parkett: Dekorativer Holzboden
Fußböden, die aus in Strukturen verlegten Holzstücken und Holzstäben bestehen, werden im allgemeinen Parkett genannt und zählen zu den hochwertigen, viele Jahre überdauernden Holzböden, die im privaten und gewerblichen Bereich zu finden sind.
Der Einzelbegriff "Parkett" täuscht aber über die Vielzahl der im Handel erhältlichen Parkettarten hinweg. Neben unzähligen verschiedenen Verlegemuster sind verschiedene Ausfertigungen erhältlich und gebräuchlich. Unterschieden wird beispielsweise auch in Einschichtbeläge und Mehrschichtbeläge bzw. in Massivparkett und in Fertigparkett.
Das für den Parkettboden verwendete Holz ist überwiegend hartes Holz von Laubbäumen, das genügend Festigkeit aufweist, um übliche Beanspruchungen von Gewicht und Reibung zu überstehen. Nadelhölzer eignen sich wegen der unstabilen Struktur und dem hohen Anteil an Harz nicht.
Parkett verlegen heißt für das Fertigparkett, dass kleine Holzstäbe bzw. Holzstücke erst einmal nach dem gewünschten Muster sorgsam zu einer großen Fläche zusammengesetzt werden muss. Dies kann in einer Schicht oder in mehreren Lagen – sowohl direkt auf dem Boden selbst – oder auf einer besonderen Trägerfläche erfolgen.
Der Handwerker muss sodann das Parkett schleifen, damit Unebenheiten der Oberfläche mechanische Beseitigung finden, andernfalls würde es dazu führen, dass sich Schmutz sammelt und bei normalem Gebrauch Ecken wegbrechen bzw. das Material geschädigt wird.
Die Langlebigkeit von Parkett-Böden ist in alten historischen Gebäuden zu bewundern, in denen seit Jahrhunderten Parkett in den verschiedensten Formen genutzt wird. Zurück zuführen ist dieser Umstand auch darauf, dass Beschädigungen der Oberfläche, die zum Beispiel durch das Eindrücken von Gewicht oder von Stiefeln zu verzeichnen sind, mit dem Abschleifen beseitigt werden können. Parkettböden werden nach dem Verlegen und dem Abschleifen mit geeigneten Lacken oder Ölen (Naturöl, Holzöl) behandelt, damit Verschmutzungen des Holzes vermieden werden.
Nicht zum Parkett im klassischen Sinne des Begriffes zählen Laminat und Dielenböden.
Eine besondere Form des Parketts ist das Fertigparkett, welches die Eigenschaft hat, dass es bereits vom Werk ab zu fertigen plattenförmigen Verbindungen gearbeitet erhältlich ist und vereinfacht verarbeitet werden kann.
Für den gewerblichen Bereich geeignet ist das Industrieparkett, bei dem Holzlamellen hochkant verlegt, eine besonders stabile Fußbodenfläche ergeben.
Kategoriezuordnung: Bodenbeläge · Artikel erstellt am: 14.01.2007 · 2534 Aufrufe seit dem 14.01.2007 (1 pro Tag)