Schiffsfonds - eine Unternehmensbeteiligung

Schiffsfonds gehören zur Geldanlage der geschlossenen Fonds. Sie investieren das Geld ihrer Kunden in den Kauf oder Bau eines Schiffes, meist sind dies Frachtschiffe bzw. sogenannte Containerschiffe. Der Markt für Frachtschiffe konnte in den letzten Jahren deutlich zulegen und wird aufgrund der fortschreitenden Globalisierung weiter wachsen. Daher werden Frachtschiffe nachgefragt, somit steigen auch die Angebote an Schiffsfonds.

Das mit den Kundengeldern erworbene Schiff wird an ein oder mehrere Unternehmen verchartert. Die Einnahmen hieraus decken die Betriebskosten des Schiffes sowie eventuelle finanzielle Verpflichtungen aus Darlehen. Der Rest wird an die Anleger ausgeschüttet.
Die Erträge bei Schiffsbeteiligungen liegen je nach Fondsmanagement zwischen 8% und 12% p.a. Diese Erträge werden nach der Tonnagesteuer (also nach der Nettoraumzahl des Schiffes) berechnet. Dies hat den Vorteil, das nur etwa 0,1%-0,4% des Gewinnes tatsächlich versteuert werden muss. Dies ist vor allem für Menschen mit einem hohen Grenzsteuersatz und Kunden mit hohem Anlagevolumen interessant.

Schiffsfonds weisen, je nach Schiff, eine Laufzeit zwischen 8 und 15 Jahren auf. Sie endet erst mit dem Verkauf des Schiffes. Kunden, die ihre Anteile während der Laufzeit verkaufen wollen, können dies über einen Zweitmarkt tun, allerdings muss hier mit oft hohen Abschlägen gerechnet werden.

Eine Schiffsbeteiligung ist eine Unternehmensbeteiligung, der Kunde wird mit seiner Anlage Kommanditist und setzt sein Geld als Risikokapital ein. Somit ist er aber auch bei Verluste der Gesellschaft nicht geschützt. Sollte also das Charterunternehmen Insolvenz anmelden müssen, kann auch die Fondsgesellschaft selbst in Bedrängnis geraten. Der Totalverlust der Anlage ist die Folge.

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Kategoriezuordnung: Geldanlage · Artikel erstellt am: 15.07.2007 · 1126 Aufrufe seit dem 15.07.2007 (3 pro Tag)
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