Haarausfall: Ursachen für Männer und Frauen
Der tägliche Blick in den Spiegel bringt für viele Betroffenen die schmerzliche Gewissheit: Allmählich verschwinden die Haare, kahle Stellen breiten sich aus und lassen das Selbstbewusstsein mit neuen Herausforderungen kämpfen. Wissenschaftlich kennt man drei verschiedene Arten des zum Teil erfolgreich zu behandelnden Haarsausfalls.
Arten von Haarausfall
Die allermeisten Erscheinungen von Haarverlust, der an der Stirn beginnt und sich häufig dann am Hinterkopf fortsetzt, ist der überwiegend von Männern zu erleidende erblich oder hormonelle Haarausfall, dessen medizinische Bezeichnung androgenetische Alopezie bzw. Alopecia ist.
Verantwortlich für diese nur optische und körperlich nicht zu spürende Erscheinung, ist das männliche Geschlechtshormon Testosteron. Das Hormon selber bewirkt keinen Haarausfall, es besteht aber eine vererbte Übersensibilität gegenüber dem sich aus dem Testosteron verwandelnde Dihydrotestosteron, was wiederum die Haarwurzeln absterben und "Geheimratsecken" und komplette Glatzen (alopecia areata totalis) entstehen lässt. Man spricht hierbei auch von der Glatzenbildung.
Eine andere Erscheindung ist kreisrunder Haarausfall, der an verschiedenen Stellen des Kopfes ohne eigene Systematik Flecke entstehen lässt, die in extremer Form auch zu Totalverlust des Haares führen können. Diese Blockade des Haarwachstums ist bislang noch nicht eindeutig wissenschaftlich erforscht, die Schulmedizin nimmt jedoch an, dass es sich dabei um Störungen des Immunsystems oder um eine durch psychische Erkrankungen verursachte Begleiterscheinung handelt. Erstaunlicherweise hört die Blockade des Haarwachstums bei vielen Betroffenen bereits nach wenigen Monaten ohne gezielte äußere Einwirkungen auf, andere verlieren die Haare für immer.
Schließlich differenziert die Fachwelt auch die Erscheinung "Diffuser Haarausfall", der optisch anders in Erscheinung tritt als die zuvor genannten Veränderungen. Der diffuse Haarausfall ist kein punktueller Verlust des Haares, vielmehr werden die Haare insgesamt und großflächig dünner. Ursächlich dafür befindet man Streßfaktoren, Mangelernährung oder - bei Haarausfall bei Frauen - hormonelle Umstellungen nach Schwangerschaft, in den Wechseljahren und die plötzlich nach längerer Zeit nicht mehr eingenommene Antibabypille. Natürlich ist auch eine Chemotherapie eine mögliche Ursache für einen - meistens sogar kompletten - Haarverlust.
Kategoriezuordnung: Haarausfall · Artikel erstellt am: 21.11.2006 · 2015 Aufrufe seit dem 21.11.2006 (3 pro Tag)