Infrarotkabine: Die Sauna Alternative
Die Infrarotkabine ist eine alternative Möglichkeit zur konventionellen Sauna. Bei der Infrarot-Wärmekabine wird der Körper – anders als beim Saunabad – nicht über einen beheizten Raum zum Schwitzen gebracht, sondern über von Infrarotstrahlern erzeugten für den Menschen unsichtbare breitbandige Infrarotstrahlen erwärmt. Die Infrarotstrahler erzeugen einen Spektralbereich von langwelligen elektromagnetischen Wellen, die wissenschaftlich definiert sind. Diese Wellen sind unsichtbar und nicht zu verwechseln mit der rötlichen Farbe des aus den Strahlern entweichenden Lichtes.
Unterschiede zwischen Sauna und Infrarot-Wärmekabine
Die Temperatur der auch "Sauna" genannten Wärmekabine beträgt dabei zweckmäßigerweise zwischen 30 und etwa 65 Grad Celsius – eine Größenordnung, die allen gerecht wird, denen ein Saunabad z.B. finnischer Herkunft mit über 90 Grad viel zu heiß ist.
Doch anders als bei der Sauna ist nicht die Raumtemperatur in der Infrarotkabine maßgeblich, sondern die besondere in der Tiefe beim Auftreffen auf die Hautoberfläche sich entfaltende Wirkung der Infrarotstrahlen. Die über eine präzise Schaltung einzustellende Wirkung der Infrarotstrahler erreicht beispielsweise im adäquaten medizinischen Gebrauch zur Behandlung von Muskel-, Knochen- und Gelenkschmerzen eine Tiefenwirkung von bis zu 4 Zentimeter.
Infrarotkabinen werden in unterschiedlicher Größe überwiegend aus Fichtenholz, Zedernholz oder Buche gefertigt und sind sowohl als Einzelkabinen, als auch als Sammelkabinen erhältlich. Sie bieten Sitz- und Liegegelegenheit und bedürfen gerade wegen der – im Vergleich zur Sauna – geringen Temperaturen gründlicher Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten.
Vorteilhaft sind die niedrigen Energieaufwendungen der als Keramikstrahler eingebrachten Heizelemente, die etwa zu 4 bis 5 Stück je Person mit einer Leistungsfähigkeit von 300 bis 500 Watt zu veranschlagen sind. Ebenso ist der kurzfristig-mögliche Einsatz beim Gebrauch einer Infrarotkabine vorteilhaft, wohingegen die Vorbereitung eines Saunabades eine längere Vorlaufzeit und im Ergebnis erhebliche höhere Energie in Anspruch nimmt.
Die Infrarot-Wärmekabinen sind in modularer Bauweise zu erwerben und sollten über Präzisionssteuerelemente zu regeln sein. So eignen sich die Infrarotkabinen-Bausätze auch für den Selbstbau.
Kategoriezuordnung: Sauna · Artikel erstellt am: 21.11.2006 · 5245 Aufrufe seit dem 21.11.2006 (4 pro Tag)