Saunabau: Konstruktion und Aufbau einer Sauna

Als Sauna bezeichnet man eine bauliche Einrichtung in Wohnräumen oder freistehend als separate Konstruktion, deren Innenraum durch einen Ofen sehr stark beheizt für Schwitzbäder genutzt wird. Der Standort verfügt über Wasser-, Strom- und Abwasseranschlüssen bzw. Installationsmöglichkeiten und mindestens 2.30 Höhe. Ungebetene Zuschauer werden durch einen Sichtschutz vermieden.

Saunabauten sind sowohl freistehende Kabinen, die in einem Raum integriert sind, als auch durch die Verwendung von im Blockbohlenbau erstellter Blockhäuser. Konstruktionsbedingt liegt der Saunabau daher nahe beim Blockbau. Bei der freistehenden raumintegrierten Saunakabine ist eine hinterlüftete Innenverkleidung und Fassadenverkleidung, in der das Dämmmaterial eingebracht ist, als Seitenwand und Decke technisch empfehlenswert. Bei der Blockbohlensauna ist dagegen nur die Innenseite zusätzlich isoliert und als belüftete Innenwand in Gebrauch.

Der Boden der Sauna besteht gewöhnlich aus einer Betonplatte, die mit Dämm- und Dichtmaterial isoliert wird und einen Zementanstrich aufweist. Auf diesen Betonboden wird gewöhnlich ein flächenmäßig geschlossener Holzrost oder Ziegelstein gelegt. Er dient als Wärmeschutz, muss belastbar und leicht zu reinigen sein, dienlich sind Entwässerungsvorrichtungen.

Holz ist der ohne Alternative zu verwendende Baustoff: Seine hohe Festigkeit, das hervorragende Dämmungsvermögen sowie eine leichte Verarbeitung machen Holz zur Nummer 1, soweit es sich um nicht verleimte und behandelte Hölzer handelt. Zudem darf das Holz nur gering harzen, da ansonsten unschöne Flecken an den Wänden entstehen würden. Gute geeignet sind Ahorn, Birke und Erle, weniger gut sind Tanne, Fichte und Kastanie geeignet.

Die in Boden-, Seiten- und Deckenflächen verwendeten Dämmmaterialien sollten nicht brennbar, wasserabweisend, hitzeverträglich und ohne Gas- und Geruchsbildung isolieren. Wichtig sind Lüftungsklappen in der Sauna, die in der Nähe des Saunaofens als Zuluft und entgegengesetzt als Abluft angebracht sein sollten.

Der elektrische Saunaofen bzw. der Holzofen ist das Zentrum der Saunakabine und wird daher auch im Saunabau besonders berücksichtigt. Der Sauna-Ofen sollte den Sicherheitsanforderungen entsprechend mit einem Schutzgitter versehen sein. Basaltsteine und Graphit dienen der Wärmespeicherung und als Verdunstungsfläche für Aufgüsse.

Die Kabinentür kann mit einem kleinen Sichtfenster ausgestattet sein und sollte eine mindestens 15 Zentimeter hohe Kälteschwelle haben, damit beim Öffnen keine unnötigen Energieverluste zu verzeichnen sind.

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Kategoriezuordnung: Sauna · Artikel erstellt am: 19.12.2006 · 3220 Aufrufe seit dem 19.12.2006 (6 pro Tag)
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