Motortuning
Wer mit der Serienleistung eines Motors nicht zufrieden ist, kann die Leistung des Motors über so genanntes Motortuning steigern. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten Motor-Tuning durchzuführen. Die einfachste Art ist erst einmal eine saubere Abstimmung des Vergasers. Kleinere Arten von Motorentuning können sein: Entgraden oder Glätten von Bauteilen im Bereich der Ansaugung oder auch Änderungen im Abgasbereich durch optimierte Auspuffanlagen.
Größere Eingriffe, die nicht ohne Werkzeug, Platz und genaues Fachwissen durchzuführen sind, wäre die Vergrößerung des Hubraumes durch Aufbohren und den Einsatz größerer Kolben, der Einbau einer geänderten Nockenwelle sowie auch die Bearbeitung des Zylinderfußes und Zylinderkopfes. Auch die Beschichtung von Laufflächen kann die Leistung steigern, aber für solche Arbeiten muss man eine Firma beauftragen. Und ob das Auto nach solchen Umbauten noch im öffentlichen Straßenverkehr eingesetzt werden kann, bleibt bis zur TÜV-Abnahme fraglich. Im Motorsport sind solche Tuning-Umbauten eher zu finden.
Bei neueren Autos kann eine Leistungssteigerung des Motors aber auch über Chiptuning (bzw. Motronic-Tuning bei Dieselfahrzeugen) erreicht werden. Dadurch kann die Einspritzung so geändert werden, dass eine bemerkbare Leistungssteigerung erreicht werden kann. Die Motoren sind häufig schon für größere Leistungen ausgelegt und so ermöglicht das Chiptuning nur die Nutzung der vorhandenen Leistungsreserven.
Zu bedenken ist beim Motorentuning immer, dass eine – wie auch immer geartete Leistungssteigung – auch mehr Verschleiß für den Motor und andere Fahrzeugteile bedeutet. Teilweise sind zum Beispiel auch Bremssysteme oder Fahrwerke nach dem Chiptuning nicht mehr ausreichend bemessen, um die größeren Kräfte nach dem Tuning zu kontrollieren. Hier sollte in jedem Fall der Rat von einer Fachfirma eingeholt werden.
Kategoriezuordnung: Motorsport · Artikel erstellt am: 23.01.2007 · 5055 Aufrufe seit dem 23.01.2007 (3 pro Tag)