Wandheizung

Die Wandheizung ist bekannt für ihre angenehme Strahlungswärme. Das dadurch entstehende Raumklima weist zum einen weniger Luftbewegungen auf, da die Wärme von den Wänden abgestrahlt wird und nicht über die Luft übertragen wird, und zum anderen beseitzt die Heizung eine geringere Vorlauftemperatur. Das bedeutet, dass das Wasser in den Heizrohren weniger stark aufgeheizt wird, um ein gleiches Wärmeempfinden zu erhalten, wie es bei einer wesentlich heisseren Heizkörper-Heizung der Fall ist.

Der Mensch empfindet einen Raum mit niedrigerer Lufttemperatur trotzdem noch angenehm, wenn die Wände des Raums warm sind. So kompensieren die erwärmten Wände die kältere Raumtemperatur. Das angenehme Raumklima ist jedoch besonders bei Wandheizungen zu spüren, wohingegen Fussbodenheizungen, dadurch, dass die Wände weiterhin kühl bleiben, nicht diesen Wohlfühleffekt hervorrufen.

In der Praxis werden Wandheizungen entweder als Fertigelemente aus Gipskartonplatten mit integriertem Rohrleitungssystem eingebaut oder in Form von Rohren direkt in den feuchten Putz verlegt. Alternativ gibt es auch Systeme, die die Luft am Boden der Wand aufwärmen und durch die aufsteigende Warmluft wiederum die Wände aufheizen. Diese Systeme werden auch als hinterlüftete Flächenheizungen angeboten.

Als Energiequelle wird in der Regel Warmwasser verwendet, das von der Heizung geliefert wird. Einige Hersteller bieten aber auch elektrische Wandheizungen an, die jedoch aufgrund der hohen Strompreise nur bedingt zu empfehlen sind.

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Kategoriezuordnung: Umwelt-Lexikon · Artikel erstellt am: 21.06.2006 · 2301 Aufrufe seit dem 19.08.2006 (3 pro Tag)
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